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Ende der vierziger Jahre baute der in München lebende Herr Kastel dieses vom Baustil her auffallende Gebäude . Man konnte meinen, da will einer aus der Stadt den Leuten vom Land mal zeigen, wie Häuser in der Stadt gebaut werden. Es ist ihm, wie man sieht, auch gelungen. Doch sein Bauprojekt fand im Zustand des Rohbaus ein jähes Ende. Den herrlichen Bauplatz, den er für sein Objekt auserkoren hatte, bestand leider nicht nur aus massivem Felsen, sondern teilweise aus einer aufgeschütteten Bauschutthalde. So sackte der Bau ab und ein Setzriss ging vom Dach bis in den Keller. Das Bauamt schritt ein und machte dem Bauherrn zu Auflage, ein Fundament um das Haus zu gießen, um den ganzen Bewegungen ein Ende zu machen. Man stelle sich vor, Anfang der fünfziger Jahre, bei der Lage am Hang, konnte man dieser Aufforderung nur mit Hacke und Schaufel nachkommen. Viel Zeit, Kraft und Geld waren nötig. Der erste Teil der Geschichte unseres Hauses endet damit, dass der arme Bauherr pleite ging, und das Objekt als Rohbau etliche Jahre stehen blieb. Die Kinder aus der Umgebung nutzten es als Spielplatz und mancher Nachbar als Raum, um seine Wäsche zu trocknen.

1958 erwarben Dieter und Maria Bönisch aus Bochum das Haus. Sie führten die noch fälligen Baumaßnahmen zu ende und errichteten ein angesehenes Cafe, das weit über die Ortsgrenzen einen Namen hatte. Die Zeiten waren nicht immer gut und manch einer ließ sich seinen Sonntagskuchen in Zeitungspapier einpacken, so dass niemand im Ort sah, dass er sich diesen Luxus leistete. Anfang der achziger Jahre musste der Konditormeister Bönisch sein Handwerk aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Dieses führte zur Schließung dieses angesehenen Hauses.

Tja und nun kommt unsere Geschichte ins Rollen. Wir übernahmen nach vier schlaflosen Nächten mit viel Bauchweh aber ebensoviel Mut und Zuversicht dieses schöne Haus. Kauf im Oktober 1984, Heirat im November, Eröffnung im Januar 1985 und die grundlegende Renovierung und Umgestaltung 2003 und unser 20-jähriges Geschäftsjubiläum.

Januar 2005 - Seit nun mehr 23 Jahren entwickelten wir uns immer weiter bis zu dem was wir heute sind. Immer mit dem Anspruch die Qualität und den Ruf zu halten und zu steigern. Vom Cafe Bönisch, dann zum Kuchenschlößchen und mehr. Doch bevor ein vierter Teil der Geschichte des ehemaligen Cafe Bönisch aufgeschlagen wird, hoffen wir so Gott will, dass wir noch einige Jahre im dritten Teil eine Rolle spielen düfen. Denn wie es sich so ergab, hat unser Sohn Jonas den Beruf des Kochs erlernt und schickt an Interesse sich am heimischen Betrieb zu entwickeln.